Die NSU - eine Zweigstelle des Verfassungsschutzes?

Bild: Paul-Georg Meister / pixelio.de
Zuerst einmal möchte ich aus dem Bericht von mmnews zitieren:

"In Sachen NSU kommen immer brisantere Details ans Licht. Ein führender Neonazi, der das Konzept für die die NSU lieferte, wurde nun als V-Mann enttarnt. Die entsprechende Akte wurde vernichtet.
... Doch nun zeichnet sich eine Sensation ab, welche eine dramatische Wende im Verfahren gegen die NSU bedeuten könnte. Ein führender Neonazi, der das Konzept für die NSU lieferte, ist nun als ehemaliger V-Mann enttarnt worden - das berichtet die Berliner Zeitung.
Der wegen versuchten Totschlags vorbestrafte Michael S. soll nach Informationen der Berliner Zeitung unter dem Decknamen „Tarif“ zwischen 1995 und 2001 mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) kooperiert und dafür mindestens 66.000 D-Mark kassiert haben.

In dieser Zeit soll S. auch ein Konzept für den terroristischen Kampf publiziert haben, das von Ermittlern als eine Art Blaupause für das Entstehen der Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) bewertet wird. Die V-Mann-Akte von S., der seinen Namen geändert hat und heute im Ausland lebt, wurde im BfV vernichtet.
Unter den Augen des Verfassungsschutzes publizierte S. zudem jahrelang die Nazi-Postille „Sonnenbanner“. In Artikeln wird auch das, vom NSU später umgesetzte, Konzept autonomer Kämpferzellen propagiert, die im Untergrund das demokratische System bekämpfen ..."
mmnews

Na, großartig. Unser "Rechtstaat" tummelt sich in trübsten Gewässern, der Verfassungsschutz ist in der vordersten Reihe derer zu finden, die man dann immer gerne als das Böse in Menschengestalt und größte Gefahr für die Demokratie und die Bürger darstellt. Alles, was gegen "Rechts" ist - egal wie verlogen und brutal, schon an sich gerecht und geheiligt, und jeder, dem man das Etikett "Rechts" einfach umhängt, ist als Mensch und Bürger komplett vogelfrei und darf bis zur sozialen, seelischen, physischen und wirtschaftlichen Vernichtung gequält und verfolgt werden - unterdem Applaus der Medien. Und wer finanziert und fördert die wirklich rechtsradikalen Truppen?

Unfaßbar.

Hier noch ein exklusiver Beitrag von Udo Schulze zu diesem Thema:

Das „Terror-Trio“: 
Von Versagern, fragwürdigen Spuren und Wundern im Brandschutt

Mitte November 2011 brachte ein aus zwei Männern und einer Frau bestehendes Trio Deutschlands Ermittlungsbehörden an den Rand des Wahnsinns. Denn die Drei aus Thüringen sorgten ungewollt dafür, dass Verfassungsschutz, Bundeskriminalamt, Bundesnachrichtendienst und Landeskriminalämter schonungslos als das offenbart wurden, was sie zweifelsfrei sind: Totalversager oder gefährliche Taschenspieler, für die gesetzliche Regelungen außerhalb ihres Handelns bestehen. Die Verhältnisse um die Thüringer Zschäpe, Bönhardt und Mundlos machen einfach nur sprachlos – bis zum heutigen Tage.

Alles begann im Jahr 2000 mit einer Mordserie, die es bis dahin in Deutschland noch nicht gegeben hatte. Über sechs Jahre hinweg wurden insgesamt acht türkische Kleinselbständige und ein Grieche durch Kopfschüsse regelrecht hingerichtet.

Ermittlungsbehörden, Journalisten und Kriminalisten sahen sich offiziell mit einem schier unlösbaren Fall konfrontiert. Dann, im April des Jahres 2007, wurde ein junge Polizistin in ihrem Streifenwagen auf der Heilbronner Theresienwiese erschossen, ihr Kollege lebensgefährlich verletzt. Schon damals hätten alle, die hätten sehen wollen auch sehen können, denn zwischen der Mordserie und dem Tod der Polizistin gab es deutlich Parallelen. So die osteuropäische Tatwaffe und die Tatsache, dass die Opfer in allen Fällen durch Kopfschüsse starben. Hinzu kam die völlige Spurlosigkeit bei jedem einzelnen Ereignis. Monatelang geisterte nach dem Mord an der Beamtin eine ominöse DNA-Spur durch Deutschland, die von einem angeblichen weiblichen Phantom stammte und an den unterschiedlichsten Tatorten, bei Einbrüchen, Schlägereien und auch Morden auftauchte. Schließlich stellte sich heraus, dass die Spur von kontaminierten Wattestäbchen stammte, mit denen die Kripo an den jeweiligen Ereignisorten gearbeitet hatte. Ein dicke Panne oder mehr?

Inzwischen gehen Beobachter verstärkt davon aus, die Geschichte mit der falschen Phantom-Spur sei von verschiedenen Behörden bewußt gelegt worden, um die Öffentlichkeit von den wahren – wahrscheinlich schon kurz nach Heilbronn bekannten – Tätern abzulenken. Die sollen gar nicht mal ausschließlich in den vermuteten rechtsradikalen Kreisen zu finden gewesen sein, sondern einen Hintergrund gehabt haben, vor dessen Aufdeckung sich hohe und höchste Kreise in der Bundesrepublik geradezu fürchten. Und weil es politisch unkorrekt ist, diese Hintergründe und Kreise zu nennen, wollen wir an dieser Stelle gleich einmal damit beginnen:

In den 50-er und 60-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts strömten zigtausend türkische Gastarbeiter nach Deutschland. Sie arbeiteten vorwiegend im Bergbau, an den Fließbändern deutscher Großkonzerne und auf dem Bau. Mitgebracht hatten sie nicht nur ihre Sitten und Bräuche, auch Kriminelle aus ihrem Heimatland erkannten die sich in Deutschland bietenden Chancen und wanderten im Strom der Neuankömmlinge mit gen Westen. Große Gruppen von Auswanderern haben immer und überall auch (ungewollt) undurchsichtige Gestalten und Strukturen im Gepäck.

Nachweisbar ist das bei den Massen an Italienern, die in die USA gingen, den dortigen Chinesen und auch den Deutschen (allein in New York lebten vor rund hundert Jahren etwa 600.000 Deutsche). In der Bundesrepublik gründeten sich nach einigen Jahren unter den hiesigen Türken unterschiedliche politische und weltanschauliche Gruppen, die von Deutschland aus die Geschehnisse am Bosporus beeinflussen wollen. Sei es in wirtschaftlicher Hinsicht, sei es in politischer Hinsicht.

Das wiederum rief den türkischen Geheimdienst MIT auf den Plan, der Dependencen in Deutschland gründete, um an der Quelle umstürzlerischer Gedanken zu sein. Dabei wurden immer wieder Allianzen mit Drogenhändlern und anderen Verbrechern eingegangen, bis hin zur türkischen Mafia. Nach Berichten der türkischen Zeitung ZAMAN verschmolzen im Laufe der Jahrzehnte Teile des MIT, der türkischen Mafia und der politisch äußerst rechts stehenden und unvergleichlich brutal vorgehenden Grauen Wölfe zu einer schlagkräftigen Einheit, die von Schutzgelderpressungen über Drogenhandel bis hin zu politisch motivierter Gewalt in Deutschland unter den türkischen Landsleuten ein grausames Spektrum abdeckte.

Eine der Schlüsselfiguren in diesem vom SPIEGEL in seiner Ausgabe 8/2011 als „düstere Parallelwelt“ bezeichneten Sektor spielte ein gewisser Abdullah Catli. Der Türke war einer der führenden Köpfe der Grauen Wölfe und mit der Politik nicht nur in der Türkei eng verflochten. Am 3. November 1996 wurde Catli zusammen mit dem damaligen Polizeichef von Istanbul, seiner Frau Gonca Us und einem Abgeordneten des türkischen Parlaments Opfer eines mysteriösen Autounfalls. Lediglich der Abgeordnete überlebte und wurde aus einem Wrack geborgen, in dem auch Waffen lagen.

Ob sich der Unfall deswegen ereignete, weil Catli enge Beziehungen zu dem Papst-Attentäter Ali Agca unterhielt, ist bis heute unklar. Immerhin soll der tief im kriminellen Sumpf steckende Wölfe-Funktionär 1979 Agca geholfen haben, den Chefredakteur der Zeitung „Milliyet“ zu töten. Anschließend sorgte Catli nach Kräften dafür, dass Agca nach kurzer Zeit aus der Haft entlassen wurde, denn mit ihm hatte man von Seiten des in der Türkei bekannten „Derin Devlet“ (tiefer Staat) noch Großes vor. Agca war als Papst-Attentäter auserkoren.

Und an dieser Stelle kamen bundesdeutsche Geheimdienste mit ins Spiel, die im Zuge der Ermittlungen um die „Neonazis aus Thüringen“ nun die Entdeckung ihrer vergangenen dunklen Geschäfte fürchteten und noch immer fürchten.

Nach Angaben der französischen Zeitung „Le Monde diplomatique“ machte Catli, der die Waffe für den Anschlag auf Karol Woityla besorgt haben soll, im Jahr 1985 vor einem römischen Gericht eine denkwürdige Aussage zum Attentat auf Johannes Paul II. Demnach soll der dubiose Türke vom deutschen Bundesnachrichtendienst (BND) für einen kleinen, aber überaus effektiven Gefallen eine hohe Geldsumme versprochen bekommen haben.

Gesagt getan: Catli nahm an und tat, was nach seinen Angaben von ihm verlangt wurde. Er beschuldigte auf Geheiß der Deutschen den bulgarischen und sowjetischen Geheimdienst, an dem Attentat wesentlich mitgewirkt zu haben. Dafür gab es satte drei Millionen D-Mark (ca, 1,5 Millionen Euro) in die Kassen der in Deutschland agierenden Gruppe der Grauen Wölfe, die mithalfen, Anhänger der verbotenen PKK in der Bundesrepublik in Schach zu halten.

Doch warum soll der deutsche Auslandsgeheimdienst derartiges verlangt haben? Experten bescheinigen dem türkischen Geheimdienst MIT, zu dem Catli erwiesenermaßen gehörte, und dem BND eine enge Zusammenarbeit. War der Coup von Rom dann etwa ein deutscher Freundschaftsdienst für die Partner aus Ankara?

Immerhin kooperierten/kooperieren die beiden Dienste ja auch auf dem Gebiet von GLADIO, einer NATO-Geheimarmee, die in Deutschland „stay behind“ (hinter den Linien stehend) genannt wird. Diese Truppe rekrutierte ihre Mitglieder vornehmlich aus rechtsradikalen Kreisen oder was dafür gehalten wird. So könnte auch das „Terror-Trio“ von Thüringen in den Fokus der Organisation geraten sein.

Immerhin machte Drogendealer und Agent Catli bereits Anfang der 80-er Jahre von Paris aus Geschäfte in Deutschland. Seine bevorzugten Städte waren im Heroinhandel Berlin, das Ruhrgebiet und der Frankfurter Raum. Damit schaffte er sich unter den Grauen Wölfen, türkischen Geheimdienstleuten und Mafia-Mitgliedern ein Netzwerk innerhalb der Bundesrepublik.

Laut Drucksache 13/7348 des Deutschen Bundestages vom 24. März 1997 gab es im Januar desselben Jahres in Frankfurt/M ein Gerichtsurteil in Sachen Drogenhandel gegen die Familien Senoglu und Baybasin, die nach Aussagen des Richters unerklärliche Unterstützung durch hohe türkische Politiker erhielten und deswegen über Jahre hinweg in Deutschland tätig sein konnten. Eine der „Sponsoren“ der Familien war laut der Bundestagsdrucksache die damalige türkische Außenministerin Tansu Ciller. Ein nicht weg zu diskutierender Beweis dafür, dass in der Bundesrepublik bereits vor Jahrzehnten ein geheimes, türkisches Netzwerk bestand, dessen Mitglieder bis in die höchsten Kreise reichten.

Als hilfreich erwies sich dabei auch die geostrategische Lage der Türkei. Dem NATO-Mitglied mit direkter Anbindung und Einfluss im Orient wurde auf internationaler und hoher politischer Ebene so mancher Fehltritt verziehen, um ja keine Mißstimmung aufkommen zu lassen, die sich unter Umständen negativ auf die Beziehungen zu den USA und der NATO ausgewirkt hätte.

Nun mag sich der geneigte Leser fragen, was das alles mit dem „Nationalsozialistischen Untergrund“(NSU)  zu tun haben soll, und warum Mundlos, Bönhardt und Zschäpe so gar nicht ins übliche Bild passen, das wir in Deutschland von Rechtsradikalen haben. Das mag daran liegen, dass das „Terror-Trio“ offenbar einen völlig anderen Hintergrund hat als offiziell dargestellt.

So deuten einige Indizien darauf hin, dass es sich hier sehr wahrscheinlich um ein Konstrukt von Geheimdiensten handelt. Stichwort GLADIO: Dahinter steckt eine geheime Truppe der NATO, der CIA und des britischen MI6, von deren Existenz nicht einmal die westeuropäischen Regierungen wußten – eine paramilitärische Organisation, die von etwa 1950 bis 1990 – eventuell auch darüber hinaus – Bestand hatte. Ihre Aufgabe: Im Fall einer Invasion der Sowjetunion in Westeuropa, der Türkei oder Griechenland sollte GLADIO Terrorakte und Sabotage gegen den Gegner verüben. Die Geheimarmee wird allerdings auch mit politischen Umstürzen, politischen Morden und der Beeinflussung alltäglicher Politik in bestimmten Staaten in Verbindung gebracht.

Da ihre Finanzierung immer „schwarz“ (durch Heroinhandel aus der Türkei z. B.), ihre Waffenbeschaffung und Ausbildung stets verdeckt liefen und die Struktur der Truppe nur ausgewählten Personen bekannt war, konnte GLADIO mehrere Jahrzehnte lang bestehen. Bevorzugt wurden in Deutschland Angehörige rechtsradikaler Gruppen wie der „Wehrsportgruppe Hoffmann“ oder andere für die NATO-Gruppe rekrutiert.

Bereits im Jahr 1952 erfüllte der „Bund deutscher Jugend (BDJ)“ diese Aufgabe in der Bundesrepublik. Das wurde bekannt durch die Aussagen des ehemaligen SS-Hauptsturmführers Hans Otto, der aus der Organisation aussteigen wollte. Die daraufhin eingeleiteten Ermittlungen und Hausdurchsuchungen förderten u. a. eine Attentatsliste ans Licht, ähnlich wie sie jetzt angeblich bei Mundlos und Komplizen gefunden worden sein soll. Bereits Verhaftete wurden damals wie durch Zauberhand wieder freigelassen, Verdächtige nicht weiter verfolgt. Protegiert wurde der BDJ, der auch über Waffendepots und Sprengstoff verfügte, durch die USA.

Diese Rolle des BDJ oder anderer deutscher Organisationen übernahm in der Türkei bis in heutige Zeiten der „tiefe Staat“, Drogen- und Waffenhändler – kurz: das Organisierte Verbrechen.

Waren Mundlos, Bönhardt und Zschäpe vom Verfassungsschutz geführte GLADIO-Aktivisten, die aus dem Ruder gelaufen waren und auf eigene Rechnung handelten? Gab es hinter den mörderischen Kulissen Streit zwischen den türkischen und deutschen Mitgliedern dieser Organisation oder war alles ganz anders, und das Trio war einfach nur ein praktischer Sündenbock, der verschwinden musste und dem man gleichzeitig die rätselhaftesten Kriminalfälle der zurückliegenden 15 Jahre anhängen konnte? Schon bei näherem Betrachten der Todesumstände von Bönhardt und Mundlos sprechen zahlreiche Unstimmigkeiten für diese Variante der „Entsorgung“ bestimmter Probleme.

Uwe Mundlos befand sich nach einem Bericht der „Rheinischen Post“ Mitte der 90-er Jahre bei der Bundeswehr. Zu diesem Zeitpunkt verschwanden etwa 40 Kilo TNT aus einem Depot der Armee in Sachsen, dort, wo Mundlos stationiert war. Später wurden Teile des Sprengstoffes in einer Rohrbombe gefunden, die in einer Garage des Trios gelegen haben soll. Das Trio verfügte außerdem über Waffen, falsche Pässe, konspirative Wohnungen und kannte sich perfekt in der spurlosen Begehung von Verbrechen aus. Eigenschaften, die ein Mensch nur durch intensive geheimdienstliche und militärische Schulung erlangen kann – wie bei GLADIO.

Der Tod im Wohnmobil wirft ebenfalls drängende Fragen auf, die der Staat bisher unbeantwortet gelassen hat. Deswegen begehen wir hier die politische Unkorrektheit, darauf hinzuweisen. Inzwischen haben sich vier unterschiedliche Versionen der Ereignisse vom 4. November 2011 in Eisenach herauskristallisiert.

Version 1: Mundlos und Bönhardt haben sich nach ihrem Banküberfall in dem Wohnmobil in Eisenach verschanzt und stehen in einer Straße eines ruhigen Wohnviertels (warum eigentlich?). Aus welchen Gründen auch immer legen sie Feuer im Caravan und erschießen sich anschließend selbst. Anwohner bemerken das Feuer und rufen die Polizei.

Version 2: Die beiden Männer legen im Wohnmobil Feuer und erschießen sich gegenseitig, als sie draußen eine Streife bemerken. Warum sollten sie sich gegenseitig erschießen – und vor allem: was soll das Feuer? Spuren legen oder verwischen hätte keinen Sinn mehr gemacht, wer kann schon gegen Tote ermitteln?

Version 3: Es nähert sich die Streife, das Wohnmobil brennt, aber keiner der Anwohner hört die vom BKA behaupteten Schüsse, mit denen sich die beiden Täter umgebracht haben sollen.

Version 4: Die schon bekannte Streife erscheint auf der Bildfläche, das Wohnmobil brennt, laut BKA schlagen Projektile in eine Hauswand ein, doch bei der anschließenden Untersuchung sind sämtliche Hauswände der unmittelbaren Umgebung völlig unversehrt – eines der vielen Wunder in diesem Fall.

Und da es Wunder bekanntlich immer wieder gibt (heute oder morgen, das wusste Katja Ebstein schon), erschien sogleich die nächste wundersame Wandlung im Fall des Trios: In dem ausgebrannten Wohnmobil lagen angeblich nicht nur zwei tote Männer, sondern allerlei Dinge, nach denen der Staat bereits lange und intensiv gesucht hatte. Darunter die Handfesseln und Dienstwaffen der 2077 in Heilbronn überfallenen Polizisten Michele Kiesewetter und Michael Arnold. Zudem die Tatwaffe (dabei soll es angeblich zwei gegeben haben) aus der Mordserie an Migranten, alles schön säuberlich aufgereiht.

Während Beate Zschäpe unterdessen ihr Haus in Zwickau angezündet haben und geflüchtet sein soll, wurden die Ermittler – noch so ein Wunder – auch Tage danach in diesem Brandschutt fündig.

Dabei zeigte sich, dass es eine Sorte von DVD’s geben muss, die selbst härtesten Bedingungen wie Feuer und Löschwasser trotzt und nahezu unversehrt, auf jeden Fall aber abspielbar aus einem solchen Brandherd hervorgehen kann – zumindest in Zwickau. Denn im abgebrannten Haus lagen zwei 2006 erstellte, aber nie verschickte Bekennervideos. Darauf die bekannte Comic-Figur „Paulchen Panther“ als Protagonist. Die professionell erstellte Scheibe beinhaltet bei genauer Betrachtung allerdings rein gar nichts aus der Hand von Bönhardt, Mundlos und Zschäpe selber.

Die Bilder von den Tatorten der Mordserie sind Polizei- und Pressefotos, die durch den Film führende Vertonung wurde von keinem der Drei vorgenommen, an einer Stelle taucht sogar das Logo der früheren linksterroristischen Rote Armee Fraktion (RAF) auf, die Filmsequenzen stammen aus TV-Sendungen und die selbst gefertigten Texte auf Trickfilmtafeln lassen auf keinen Urheber schließen.

Zusammengenommen mit dem Wunder, dass die DVD’s Feuer und Löschwasser überstanden, mutet die nicht geklärte Herkunft des Filmes mysteriös an. Ebenso ominös ist die Tatsache, dass ein kleiner Computerstick aus Kunststoff derart unbeschadet Feuer und Wasser überstand, dass ihm eine angebliche Todesliste entnommen werden konnte, auf der mehrere tausend Namen gestanden haben sollen. Solche Umstände lassen schnell die Vermutung aufkeimen, mit dem Tod von Bönhardt und Mundlos, sowie der Inhaftierung Zschäpes könnten die wahren Verursacher der Mordserie, des Angriffs auf Michele Kiesewetter und ihren Kollegen, der Bombenexplosion von Köln und weiterer Straftaten geschützt worden sein.

Selbst innerhalb der offiziellen Reihen der Politik zeigte sich im Winter 2011 deutliche Kritik an der Darstellung der Behörden zum Thema „Nazi-Trio“. Der SPD-Politiker Thomas Oppermann z. B. nannte den Suizid Bönhardts und Mundlos‘ „lediglich eine Arbeitshypothese der Ermittlungsbehörden“, also eine bislang durch nichts erwiesene Annahme.

Zudem wollen Zeugen vor dem Eintreffen der Polizei in Eisenach eine dritte Person aus dem Wohnmobil haben kommen sehen, auch die Fernzündung eines Brandsatzes in dem Caravan durch ein Handy wurde in Betracht gezogen, aber schnell wieder verworfen. Tatsächlich gibt es inzwischen zahlreiche Beispiele dafür, dass Bomben und Brandsätze durch einen Anruf oder eine SMS aufs Handy gezündet werden können. So geschehen auf dem Moskauer Flughafen 2004, so beinahe geschehen bei französischen Paketbomben vor wenigen Jahren oder bei im Juli 2007 in London gefundenen Autobomben, die nach Angaben der britischen Tageszeitung „Daily Star“ von Australien aus per SMS hätten gezündet werden sollen.

Bei all dem stellt sich auch heute noch eine entscheidende Frage, um die sich die deutschen Ermittler und Politiker drücken, wo sie nur können: Was soll der Grund dafür gewesen sein, dass Bönhardt und Mundlos Selbstmord begangen? Wenn sie tatsächlich die Täter der Mordserie, der Schüsse auf die Polizistin Kiesewetter und Urheber weiterer schwerster Straftaten waren und in keiner Weise in Verdacht gerieten, warum sollten sie sich dann beim Anblick einer Streifenwagenbesatzung umbringen? Mit den zwei vergleichsweise harmlosen Polizeibeamten wären die angeblich eiskalten Profikiller ohne Probleme fertig geworden.

Waren sie wirklich die, für die sie ausgegeben wurden?

 

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